Josephine
Crosshill

Meine Geschichte
Schon als Kind liebte ich es, Geschichten zu schreiben, war aber nie wirklich eine große Leserin. Stattdessen spielte ich stundenlang alleine in meinem Zimmer und stellte mir vor, wie ich als Heldin das Böse besiegte. Meine Fantasie war so lebendig, dass ich alles um mich herum vergaß und ganz in meiner eigenen Welt versank. Das machte sich natürlich in der Schule bemerkbar – ich träumte oft vor mich hin, statt aufmerksam zu sein. Auch mit dem Auf-den-Punkt-Kommen hatte ich so meine Probleme, und meine Rechtschreibung war alles andere als gut. Keine idealen Voraussetzungen, um irgendwann als Autorin zu arbeiten.
Und doch kamen mir immer wieder neue Ideen für Geschichten, meine Notizen türmten sich zu Bergen. Aber ich wagte den Schritt nie. Als ich dann erwachsen wurde, lag der Fokus auf Karriere und Geld. Kein Platz für „Spielereien“. Aber mit Mitte 40, als ich zweifache Mutter war, stellte ich fest, dass ich schon so viel in meinem Leben gewagt hatte – nur diesen einen Schritt hatte ich immer aufgeschoben. Und dann, mit all den technischen Hilfen, die meine Texte jetzt korrigieren konnten, nahm auch meine Angst vor der Rechtschreibung ab. Ich begann einfach zu schreiben – und es machte mich so unglaublich glücklich.
Ich hatte entschieden, meinen Traum endlich weiter zu verfolgen. 2025 wird mein Debütroman erscheinen, und ich freue mich auf die vielen weiteren Geschichten, die noch darauf warten, erzählt zu werden. In einer Zeit, in der es für mich unvorstellbar war, habe ich diesen Schritt gewagt. Aber es war genau der richtige Moment. Es ist nie zu spät, seine Träume zu verwirklichen.
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Übrigens, inzwischen lese ich unfassbar gerne und auch viel – etwas, das mein Kindheits-Ich nie hätte träumen können. Es ist erstaunlich, wie sich die eigene Welt verändert, und wie ich heute in den Geschichten der anderen genauso versinken kann, wie ich früher in meinen eigenen Fantasien. Es fühlt sich fast an wie ein magischer Kreis, der sich schließt.